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Glossar der Restaurierung von Sammelkarten

Die Begriffe der Kartenrestaurierung und des Kartenzustands: Whitening, Crease, Dent, Holo-Kratzer, Zentrierung, Streiflicht, Grading und mehr, kurz erklärt.

Aktualisiert am 13.09.2026

Die Begriffe, die in einem Atelier für die Restaurierung von Sammelkarten verwendet werden – meist aus dem Englisch der Sammler übernommen. Es sind dieselben Wörter wie im Mängelkatalog von Registro.

Mängel der Karte

Whitening

Das Aufhellen von Kanten und Ecken, vor allem auf der Rückseite: Die Druckschicht nutzt sich ab und legt den hellen Karton darunter frei. Einer der häufigsten und beim Grading sichtbarsten Mängel.

Crease

Ein echter Knick, der die Fasern des Kartons gebrochen hat und oft als helle oder erhabene Linie sichtbar ist. Er unterscheidet sich von der Wellung durch eine deutliche Spur.

Dent

Eine Delle: eine kleine Vertiefung in der Oberfläche, ohne Knick, oft durch punktuellen Druck entstanden. Gut sichtbar nur im Streiflicht.

Bend

Eine Biegung der Karte ohne Bruchspur. Sie kann eine Ecke oder die ganze Karte betreffen.

Warping

Die Wellung der ganzen Karte, meist durch Feuchtigkeit. Häufig bei Holo- und Foil-Karten, deren Schichten unterschiedlich reagieren.

Holo-Kratzer

Ein Kratzer auf der holografischen Oberfläche. Bei Holo- und Foil-Karten fällt schon ein feiner Kratzer auf, weil er die Spiegelung unterbricht.

Hairline

Ein sehr feiner Kratzer, nur unter einem bestimmten Lichtwinkel sichtbar. Im Plural bezeichnet Hairlines ein Netz aus Mikrokratzern an der Oberfläche.

Kratzer in der Beschichtung

Ein Kratzer in der glänzenden Schutzschicht der Karte, der den Druck nicht erreicht.

Edge Wear

Abnutzung der Kanten: Whitening, kleine Absplitterungen und Unregelmäßigkeiten am Rand der Karte.

Corner Wear

Abnutzung der Ecken: Abrundung, Aufhellung oder kleine Knicke an der Spitze.

Silvering

Bei Karten mit silbernem Rand der Verlust der Versilberung entlang der Kante, der den Karton sichtbar macht.

Print Line

Eine Drucklinie: ein Fehler aus der Druckerei, kein Gebrauchsschaden. Sie wird nicht restauriert, sondern als Fabrikationsfehler dokumentiert.

Kleberreste

Klebstoffspuren von Etiketten, Klebeband oder Hüllen. Häufig bei Karten aus alten Ordnern.

Tintenflecken

Kugelschreiber- oder Filzstiftspuren auf der Karte, manchmal absichtliche Beschriftungen wie Namen oder Preise.

Untersuchung und Dokumentation

Diffuses Licht

Weiches, gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten. Dient zum Fotografieren der Farben und des Gesamtzustands der Karte.

Streiflicht

Licht, das sehr seitlich einfällt, fast parallel zur Oberfläche. Es macht Knicke, Dellen und Kratzer sichtbar, die im diffusen Licht verschwinden.

Makro

Eine Nahaufnahme eines einzelnen Mangels. Ohne Makro eines Kratzers oder einer Ecke lässt sich ein Eingriff nicht seriös kalkulieren.

Zentrierung

Die Lage des Motivs im Verhältnis zu den Kanten der Karte, vorn und hinten. Ein Druck- oder Schneidefehler: Die Restaurierung korrigiert ihn nicht, beim Grading zählt er aber.

Kartenakte

In Registro die Akte einer einzelnen Karte: Stammdaten, auf den Fotos markierte Mängel, Behandlungsplan, Arbeiten, Abschlussfotos und Ergebnisse.

Auftrag

Die Sendung Karten, die ein Kunde dem Atelier anvertraut, mit Versand, Kostenvoranschlag und Zahlung. Ein Auftrag enthält eine oder mehrere Karten.

Vorläufiger Kostenvoranschlag

Die Schätzung anhand der Fotos, die der Kunde geschickt hat, bevor die Karten im Atelier ankommen.

Endgültiger Kostenvoranschlag

Der Voranschlag aus der Diagnose mit der Karte in der Hand. Er ersetzt den vorläufigen und muss vom Kunden erneut angenommen werden.

Bericht

Das Abschlussdokument der Restaurierung: festgestellte Mängel, durchgeführte Arbeiten, Ergebnis für jeden Mangel und Vorher-nachher-Vergleich. Siehe die Seite über den Restaurierungsbericht.

Grading

Grading

Die Bewertung des Zustands einer Karte durch eine spezialisierte Firma, ausgedrückt als Note und in einer festen Hülle versiegelt. Die bekanntesten Firmen sind PSA, BGS, CGC und SGC.

Slab

Die versiegelte, feste Hülle, in der die Grading-Firma die bewertete Karte mit dem Notenetikett zurückgibt.

Raw

Eine nicht gegradete Karte, außerhalb jedes Slabs.

Veränderte Karte

Eine Karte mit Bearbeitungsspuren: Grading-Firmen können sie ablehnen oder auf dem Etikett kennzeichnen, statt eine Note zu vergeben. Deshalb verspricht kein seriöser Restaurator eine Note, und deshalb dokumentiert der Bericht genau, was gemacht wurde.